Monatswort September

Herr, der König freut sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe.

Psalm 21, 2

 

Gewiss schreibt David im Psalm 21 als König Israels von sich selber. Aber prophetisch blickt er schon auf den grossen König, der kommen sollte, auf unsern Herrn Jesus Christus. Und uns allen empfehle ich, den ganzen Psalm 21 im Blick auf Jesus zu lesen.

Wie Jesus und Seine Anhänger auf alten Gemälden in Kirchen manchmal dargestellt sind, ist so eine Sache: meistens wirken sie etwas traurig und deprimiert. Natürlich sind wir aufgefordert, uns im Abendmahl regelmässig an Jesu Leiden und Sterben zu erinnern. Das stärkt uns und weckt in uns grosse Dankbarkeit. Doch wir denken auch daran, dass all diese schweren Stunden Jesus zum grössten Sieg aller Zeiten führten:

„Es ist vollbracht!“

So haben wir heute keinen traurigen Heiland, sondern einen, der sehr fröhlich ist! Er hat durchgehalten und über alle Gewalt des Feindes gesiegt. Darum hat ihn Gott erhört und zu sich auf den Himmelsthron geholt. Über Seine Himmelfahrt lesen wir:

Gott fährt auf unter Jauchzen, der Herr beim Schall der Posaune, (Psalm 47,6).

Schon im Alten Bund ist Gott manchmal auf die Erde gekommen. Vor einer Auseinandersetzung mit den Philistern hörte Ihn David als ein Rauschen in den Bakabäumen (2. Samuel 5,17-25). Darauf folgte ein überwältigender Sieg! Und mit unvorstellbarer göttlicher Freude kehrte Er anschliessend als der allermächtigste Sieger in den Himmel zurück.

So auch Jesus. Er freut sich ohne Ende über Seinen gewaltigen Triumph. Täglich ist er mit dem ganzen Himmel am Feiern wegen Sündern, die zu Ihm umgekehrt sind (Lukas 15,7.10.23-24).

Auch freut er sich als hohepriesterlicher Beter vor dem himmlischen Gnadenthron, dass er immer erhört wird (Psalm 21,3): Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch und verweigerst nicht, was sein Mund bittet.

Was Er alles mit dem Vater bespricht, können wir höchstens ein wenig erahnen. Aber ganz sicher betet Er für dich und mich (Lukas 22,32; Römer 8,34). Meinen wir aber nicht, er tue das traurig,  weil wir manchmal versagen! Nein: Vor Gottes Angesicht ist Er mit Frohlocken (Psalm 100,2), weil Er weiss, dass er immer erhört wird – zu deinem und meinem Besten!

Denken wir also noch mehr an unsern jubelnden Herrn Jesus, der allem gewachsen ist, was uns beschäftigt!

 

 

Emanuel Keller