Monatswort Februar

Zeige mir deine Wege

 

Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!

Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!

Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich

(Ps 25,4-5)

 

Es mag sein, dass wir für 2019 bereits unsere eigenen Pläne haben. Idealerweise haben wir sie mit Gott besprochen und unsere Weichenstellungen unter dem biblischen Vorbehalt vorgenommen: „… so Gott will und wir leben…“, (Jakobus 4,15).

Und doch führt uns unser Lebensweg immer wieder durch unbekanntes Gebiet, und wir können nichts Besseres tun, als dem Herrn unsere Hand zu geben und uns von Ihm führen und leiten zu lassen. Täglich wollen wir Ihn darum bitten; denn Seine Wege sind für uns die besten: Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten (Ps 25,10). Oder kannst du dir Besseres vorstellen als „lauter Güte und Treue“, für dich vorbereitet vom allmächtigen Gott und deinem liebenden Vater im Himmel? Und wenn du – bildlich gesprochen – ein Schaf in der Herde des guten Hirten bist und Ihm nachfolgst, darfst du wissen: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar, (Psalm 23,6).

 

Leider ist nun aber der Herr nicht der Einzige, der uns führen will. Unser altes Ich ist voll von Wünschen und Ideen, wie unser Lebensweg aussehen solle. Mitmenschen können uns in eine bestimmte Richtung drängen, und selbst der Feind will die Führung übernehmen. Ich bin erbost darüber, dass er sogar die Frechheit hatte, meinen Herrn Jesus, der in vierzigtägiges Fasten und Beten vertieft war, nach Jerusalem zu führen, Ihn auf die Zinne des Tempels zu stellen und Ihm vorzuschlagen, sich in die Tiefe zu stürzen! Doch Jesus hat widerstanden und gesiegt! Lob und Dank! Und als Gotteskinder sind wir nun in diesem wunderbaren Herrn Jesus Christus drin (1.Korinther 1,30), im grössten und glorreichsten Sieger aller Zeiten.

Es lohnt sich nun für alle von uns, den ganzen Psalm 25 zu lesen und darüber still zu werden.

Gleich zu Beginn lesen wir: „Nach dir, Herr, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich“, (Verse 1-2). Dieses Verlangen nach dem Ewigen, Bleibenden, Unvergänglichen und Herrlichen steckt in uns allen. Und David stellt das nicht nur fest, sondern fasst auch den festen Vorsatz, sein Verlangen immer auf den Herrn auszurichten, (Siehe auch Psalm 37,4).

            Welch eine schlimme Erfahrung musste David doch machen, als sein Verlangen nach Gott durch ein anderes, verderbliches und lauter schreiendes  Verlangen übertönt und verschüttet wurde… Tun wir nicht gut daran, uns für Ihn Zeit zu nehmen, Ihn zu betrachten und auf Ihn zu hören? Im stillen Gebet und Nachdenken über Sein Wort will Er uns die Richtung zeigen, hin zu „lauter Güte und Treue“.

 Auch im „Vaterunser“(Matthäus 6,9-13)  können wir wichtige Schwerpunkte für unsern Lebensweg erkennen:

> Schon in der Anrede  wend ich mich vertrauensvoll an den Vater, der unendlich viel besser ist als alle irdischen Väter.

> Sein Name soll geehrt und gross gemacht werden, auch durch mein Leben.

> Als Teil Seiner Gemeinde, des Leibes Jesu, will auch ich mich für die Anliegen Seines Reiches einsetzen, mit andern „Gas geben“, damit Jesu Friedensreich bald kommen kann.

> Wie Jesus in Gethsemane will will ich mich Gottes Willen hingeben und nicht meine eigenen Wege gehen.

> Täglich darf ich mit Seiner treuen Versorgung rechnen. Alles, was ich an geistlichem und irdischem Gut benötige, wird Er mir schenken.

> Auch gehört vollkommene Vergebung zu meinem Lebensweg mit Ihm. Sünden, die mir bewusst werden, bekenne ich Ihm, nehme darauf vollkommene Vergebung im Glauben an und vergebe auch andern.

> Schliesslich soll Seine Führung mich nicht in eine Situation bringen, die mich überfordert und zu Fall bringt, sondern mich um die Versuchung herum und durch sie hindurch zum guten Ausgang leiten.

> Sein sind Reich, Kraft, Herrlichkeit – und alle Wege der völligen Güte Treue.

 

Dich und mich wolle der Herr im ganzen 2019 darauf  bewahren.

 

Emanuel Keller